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Betreuungsfall

Im Betreuungsfall muss dem Gericht ein Immobiliengutachten vorgelegt werden

Es gibt viele Gründe, warum eine Person unter Betreuung steht. Alzheimer und Altersdemenz, ein schwerer Unfall oder eine Behinderung mögen hierfür der Anlass sein. Auch die Minderjährigkeit oder schwere Suchtprobleme einer Person sind Gründe, durch einen Betreuer vertreten zu werden.

Für diese Fälle wird vom Gericht ein Betreuer bestellt. Dieser entscheidet für die betreute Person und wird selbst durch das Gericht umfassend überwacht und kontrolliert. Hierdurch soll die betreute Person geschützt werden. Immer wenn ein gerichtlich bestellter Betreuer die Angelegenheiten des Betreuten regelt, muss beim Verkauf einer Immobilie (Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung) ein Verkehrswertgutachten erstellt werden.


3 Beispiele, wann unsere Sachverständigen im Rahmen einer Betreuung beauftragt werden

Die Immobilie der betreuten Person soll verkauft werden
Sehr häufig muss zur Finanzierung eines Heimplatzes das bis dahin seit langem bewohnte Familienheim verkauft werden. Häufig ist ein Verbleiben im nicht mehr altersgerechten Haus schwer möglich. Wenn Sie das Haus verkaufen, verlangt das Gericht ein Gutachten. Somit wird zum Schutz des Betreuten sichergestellt, dass die Immobilie nicht unter Wert verkauft wird. Das Gutachten wird durch den Betreuer beauftragt und dem Gericht vor Abschluss des Kaufvertrags durch den Betreuer vorgelegt. Ohne dieses Verkehrswertgutachten stimmt das Gericht nicht dem Verkauf zu. Der Kaufvertrag kann nicht abgewickelt werden.
Es empfiehlt sich, die Immobilienbewertung frühzeitig anzugehen und ein Verkehrswertgutachten zu beauftragen. Wenn Sie erst einen Käufer haben, möchten Sie keine Verzögerung beim Verkauf haben, sondern den Kaufvertrag zügig beurkunden lassen können.

Ablösung eines Rechts, das der betreuten Person zusteht
Die betreute Person hat ein Wohnrecht oder Nießbrauchrecht an einem Haus oder einer Eigentumswohnung. Dieses Nutzungsrecht kann oder will sie nicht mehr ausüben. Dies ist der Fall, wenn die betreute Person beispielsweise aus Altersgründen oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Wohnung oder dem Eigenheim leben kann.

Ist eine Immobilie mit so einem Recht belastet und soll verkauft werden, so verlangt ein Käufer gewöhnlich die Löschung dieses belastenden Rechts. Die Aufhebung des Rechts kann jedoch nur mit Zustimmung der Begünstigten erfolgen. Eine Pflegeverpflichtung, eine Rentenzahlung oder ein Nießbrauch stellen ebenfalls für den Begünstigten einen Vorteil dar. Dieser Vorteil hat einen Wert, der von unseren Sachverständigen ermittelt werden kann. Häufig sind diese Rechte so speziell vereinbart, dass nur ein theoretischer Wert abgeleitet werden kann. Solche Rechte werden am Markt üblicherweise gar nicht gehandelt.

In dem Verkehrswertgutachten leiten unsere Sachverständigen den Wert dieser Rechte ab. Das Gutachten wird dem Gericht vorgelegt, ansonsten erfolgt keine Zustimmung zur Ablösung. Die im Gutachten ermittelte Ablösesumme für das Recht wird später an die betreute Person ausgezahlt.

Diese Rechte werden durch das Alter der Begünstigten und den vereinbarten Umfang beeinflusst. Unsere Sachverständigen analysieren den ursprünglichen Vertrag auf seine Bestandteile. Die besonderen Vereinbarungen werden bis ins Detail gewertet. Die Immobilie und die mögliche Miete werden von uns untersucht und für jeden Einzelfall gewertet. Wir recherchieren die statistische Lebenserwartung bis zum Ablauf des Rechts.

Die betreute Person ist Miterbe an einer Immobilie
Wenn die betreute Person Miterbe einer Immobile ist, so muss der Wertanteil ermittelt werden, wenn andere Miterben diese betreute Person auszahlen möchten. In diesem Fall ist die Immobilienbewertung notwendig, um den Verkehrswert (= Marktwert) zu ermitteln. Hierdurch wird sichergestellt, dass die betreute Person einen angemessenen Erbanteil erhält.

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